Der GEB hat ein Positionspapier zur GTS veröffenlticht. Dieses finden Sie hier.

Zum ersten Mal bietet die Stadt Stuttgart für die Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2012/2013 eine Mitwirkung im Rahmen eines „Bürgerhaushalts“ an. Auch wenn die Einflussmöglichkeiten beschränkt sind, sollten wir Eltern uns die Möglichkeit nicht entgehen lassen und im Interesse unserer Kinder Einfluss nehmen.

Vom 1. bis zum 29. Juli können unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de Vorschläge eingereicht und über die Vorschläge abgestimmt  werden. Die „TOP 100“ – also die ersten 100 Vorschläge mit den meisten Stimmen werden dann weiter von der Stadtverwaltung aufgearbeitet und fließen in die Haushaltsberatungen mit ein.

Um sicher unter die „TOP 100“ zu kommen, schlägt der Gesamtelternbeirat vor, ein Thema in den Vordergrund zu stellen: Ausbau der  Schulsozialarbeit an den Stuttgarter Schulen.

Unsere Forderung zu diesem Punkt lautet wie folgt:
„Es wird beantragt, dass ein Programm aufgelegt wird zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit an den Stuttgarter Schulen. Die Schulsozialarbeit darf sich nicht nur auf Haupt-, Werkreal-, Sonder- und berufliche Schulen beschränken. Ziel ist, dass so schnell wie möglich jede Stuttgarter Schule mindestens eine Sozial­arbeiterstelle zugewiesen bekommt. Dabei sollte gewährleistet sein, dass den Kindern und Jugendlichen jeweils geschlechtsspezifische Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“

Natürlich ist uns auch jede andere Forderung aus dem Bereich der schulischen Bildung willkommen. Die weiteren Forderungen aus dem beigefügten Forderungskatalog des Gesamtelternbeirates zum Doppelhaushalt 2012/2013 haben wir ebenfalls gemeldet. Unser Autoren-Name lautet: geb-schule.

Der Punkt "Kostenfreie Nutzung des ÖPNV bei schulischen Veranstaltungen" wurde bereits von einem anderen Vorschlag (Nr. 138) aufgenommen, deshalb wurde unser Vorschlag wieder gelöscht.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Zum GEB Forderungskatalog zum Doppelhaushalt 2012

 

Liebe Eltern an den Stuttgarter Schulen,

zum ersten Mal bietet die Stadt Stuttgart für die Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt 2012/2013 eine Mitwirkung im Rahmen eines „Bürgerhaushalts“ an. Auch wenn die Einflussmöglichkeiten beschränkt sind, sollten wir Eltern uns die Möglichkeit nicht entgehen lassen und im Interesse unserer Kinder Einfluss nehmen.

Vom 1. bis zum 29. Juli können unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de Vorschläge eingereicht und über die Vorschläge abgestimmt werden. Die „TOP 100“ – also die ersten 100 Vorschläge mit den meisten Stimmen werden dann weiter von der Stadtverwaltung aufgearbeitet und fließen in die Haushaltsberatungen mit ein.

Um unter „TOP 100“ sicher zu kommen, schlägt der Gesamtelternbeirat vor, ein Thema in den Vordergrund zu stellen: Ausbau der Schulsozialarbeit an den Stuttgarter Schulen.

Unsere Forderung zu diesem Punkt lautet wie folgt:

„Es wird beantragt, dass ein Programm aufgelegt wird zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit an den Stuttgarter Schulen. Die Schulsozialarbeit darf sich nicht nur auf Haupt-, Werkreal-, Sonder- und berufliche Schulen beschränken. Ziel ist, dass so schnell wie möglich jede Stuttgarter Schule mindestens eine Sozial­arbeiterstelle zugewiesen bekommt. Dabei sollte gewährleistet sein, dass den Kindern und Jugendlichen jeweils geschlechtsspezifische Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“

Natürlich ist uns auch jede andere Forderung aus dem Bereich der schulischen Bildung willkommen. Die weiteren Forderungen aus dem beigefügten Forderungskatalog des Gesamtelternbeirates zum Doppelhaushalt 2012/2013 haben wir ebenfalls gemeldet. Unser Autoren-Name lautet: geb-schule.

Der Punkt "Kostenfreie Nutzung des ÖPNV bei schulischen Veranstaltungen" wurde bereits von einem anderen Vorschlag (Nr. 138) aufgenommen, deshalb wurde unser Vorschlag wieder gelöscht.

 

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Wassmer

Offener Brief an die Kultusministerin von Baden-Württemberg (In Anlehnung an den Appell der GEBs Mannheim und Heidelberg vom Oktober 2010)

Die Realschulen platzen aus allen Nähten!!!  Es ist an der Zeit, dass die Realschulen in den Fokus gerückt werden!

Der GEB forert:

  • Mehr Klassenlehrerstunden und feste Stundenzuweisung für themenorientierte Projekte
  • Eine Nachbesserung von G8
  • Einen Ausbau der beruflichen Gymnasien

Zum offenen Brief

Es bleiben 4.000 LehrerInnen ohne Stelle. Gleichzeitig sehen wir Eltern unsere Kinder nach wie vor mit einer Unterversorgung konfrontiert. In den beruflichen Schulen des Landes fehlen immer noch LehrerInnen, die Klassen in den Realschulen sind voll bis zum Anschlag, in den Gymnasien werden für die im kommenden Schuljahr beginnende doppelte Kursstufe ebenfalls mehr Lehrer gebraucht. Spätestens zum zweiten Halbjahr werden wieder Vertretungslehrer fehlen – dann sollen Rentner und LehrerInnen in Elternzeit die fehlenden LehrerInnen ersetzen. Es darf keinesfalls sein, dass die SchulleiterInnen vom Kultusministerium dazu angehalten werden, Poolstunden zu nutzen und Arbeitsgemeinschaften zu opfern, damit es nicht zu Unterrichtsausfällen kommt. Gerade der Ergänzungsbereich ist wichtig für eine lebendige Schulgemeinschaft. Für die Kontinuität der Schüler-Lehrer-Beziehung wirkt sich die seit Jahren übliche Beschäftigungspraxis des Landes fatal aus: Junge LehrerInnen werden nur bis zum Schuljahresende beschäftigt, müssen sich im August arbeitslos melden und werden dann im September zwar wieder eingestellt, aber meist nicht an derselben Schule. Dies wirkt sich sehr demotivierend aus. Jetzt wird die ganze Misere wieder deutlich, die dadurch entsteht, dass nur 75% der Lehrerstellen bis Juli besetzt werden und der Rest erst zu Beginn des Schuljahres. Andere Bundesländer haben den Uni- oder Hochschulabsolventen dann bereits attraktive Stellen angeboten. Wir fordern Sie auf, hier endlich umzudenken! Tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, um die vakanten Lehrerstellen bis zum Beginn des Schuljahres zu besetzen, und schaffen Sie auch ausreichend Stellen für Krankheitsvertretungen, damit der Unterricht wie geplant stattfinden kann. Für eine gute Bildung unserer Kinder!

gez. Sabine Wassmer gez. Monika Stark-Murgia
Vorsitzende GEB Stuttgart stv. Vorsitzende GEB Stuttgart

 

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Die Ankündigung einer neuartigen Werkrealschule durch das Kultusministerium hat zu einer großen Verunsicherung über die Zukunft unserer Hauptschulen gebracht. Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen, Eltern und nicht zuletzt Schülerinnen und Schüler fragen sich, ob ihre Schule nun zur Werkrealschule wird, eine Hauptschule ohne Zukunftsperspektive bleibt oder ganz geschlossen werden soll.

Unabhängig davon haben sich schon seit etlichen Jahren die Befürworter einer allgemeinen 10. Klasse versucht, Gehör zu verschaffen. Wieso sollte man nicht allen Kindern 10 Schuljahre anbieten – nicht nur innerhalb der Werkrealschule – für Hauptschüler ebenso wie für Förderschüler?

Die Jugendlichen, die sich auf dem Lehrstellenmarkt am schwersten tun, werden als Allerjüngste (in der Regel mit 15 Jahren!) aus der Schule entlassen. Viele, die nicht sofort etwas anderes finden, landen im „Sammelbecken“ BEJ oder BVJ, an einer anderen Schule mit neuen Mitschülern und neuen Lehrern. Was für die Werkrealschüler gilt, gilt natürlich auch für diese Schüler: all diese Wechsel führen zu starken Brüchen in der (oft sowieso schon schwierigen) Bildungsbiografie.

Und nochmals den Schlag gegen das eigene Selbstbewusstsein zu verkraften, dass es nirgends einen Ausbildungsplatz oder eine weitere Schule gibt, die einen haben will – und wieder in einer Klasse zu sein, in der wieder alle den Eindruck haben, dass sie die Verlierer sind – das ist auch nicht sehr hilfreich bei der Anstrengung, seine Fähigkeiten den Anforderungen des Ausbildungsmarktes anzunähern. Eines Ausbildungsmarktes, auf dem es in der Realität oft so aussieht, dass Ausbildungsplätze erst an 18jährige vergeben werden. Sollte es nicht doch möglich sein, diese Jugendlichen an ihrer eigenen Schule noch ein weiteres Jahr zu unterrichten? Die Stärken können gefordert werden, an den Schwachstellen kann noch gearbeitet werden. Wenn das Ziel ist, die Abschlussnoten zu verbessern, kann in einem Jahr viel passieren! Vor allem, wenn man bedenkt, dass „die meisten im Laufe der 9. Klasse aus dem Pubertätsloch wieder auftauchen und dann ernsthaft ans Lernen denken und sich richtig reinknien – aber dann sind sie weg ….“ (Zitat einer Hauptschullehrerin). Der GEB Stuttgart unterstützt die Forderungen nach einer allgemeinen 10. Klasse – in Haupt und Förderschulen und bittet alle Beteiligten, diese Option ernsthaft zu überprüfen.