Zum offenen Brief

Der Gesamtelternbeirat der Stuttgarter Schulen begrüßt ausdrücklich die Tatsache, dass die Stadt auch weiterhin bemüht ist, den Sanierungsstau an den Schulen abzuarbeiten. Wichtig ist, dass Sanierungen nicht durch die längerfristig angelegte Schulentwicklungsplanung ausgebremst werden. Ebenso dürfen die Kostensteigerungen im Baugewerbe nicht dazu führen, dass Bauvorhaben, die zur Umsetzung von neuen pädagogischen Konzepten nicht nur an den Ganztagsgrundschulen und den Gemeinschaftsschulen notwendig sind, hinausgezögert oder gar
zusammengestrichen werden.
Mit Entsetzen erfahren wir durch ElternvertreterInnen und auch aus der Presse, dass sowohl Sanierungs- als auch Bauvorhaben sowie auch die Umsetzung der Inklusion durch fehlendes Personal ins Stocken geraten sind. Hier muss dringend im Sinne unserer Kinder gehandelt werden und das Personal in den betroffenen Ämtern aufgestockt werden.

Insbesondere hat der GEB zum Doppelhaushalt Forderungen zu folgenden Punkten, die hier ausführlich dargestellt werden:

1. VerwaltungsassistentInnen
2. Ganztagsschul-Angebot an Sonder- und Förderschulen
3. Essensversorgung an weiterführenden Schulen
4. Ganztagesbetreuung für Flüchtlingskinder
5. Schulsozialarbeiter für jede Stuttgarter Schule
6. Kostenfreie Nutzung des ÖPNV im Bereich der SSB bei schulischen Veranstaltungen
7. SchulsekretärInnen
8. SchulhausmeisterInnen

Der GEB forder den Kultusminister und den Finanzminister eindringlich auf, dafür zu sorgen, dass in den Schulen
ausreichend Lehrpersonal vorhanden ist, um sowohl eine gute Unterrichtsversorgung zu
gewährleisten als auch zielführende Fortbildungen durchzuführen – und zwar schon von Beginn
des neuen Schuljahres an! Dies ist nur durch zusätzliche Neueinstellungen realisierbar.

Kopie des Schreibens an an die Minister Stoch und Schmid

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Zum Bürgerhaushalt 2014/2015 hat der GEB die folgenden Vorschläge eingereicht. Bitte unterstützen Sie diese mit Ihrer Stimme. Durch Klick auf den jeweiligen Link gelangen Sie direkt zur Abstimmung.

Schulsozialarbeiter für jede Stuttgarter Schule
Es wird beantragt, dass ein Programm aufgelegt wird zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit an den Stuttgarter Schulen. Ziel ist, dass so schnell wie möglich jede Stuttgarter Schule mindestens eine Sozialarbeiterstelle zugewiesen bekommt. Dabei sollte gewährleistet sein, dass den Kindern und Jugendlichen jeweils geschlechtsspezifische Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die vielfältigen Themen, Probleme und Auffälligkeiten, die das Schulleben heute negativ beeinflussen, brauchen unsere Aufmerksamkeit im Sinne von präventiver Arbeit anstatt eines Reparaturbetriebes. Die Lehrkräfte sollten sich mehr auf ihre originäre Aufgabe konzentrieren können. Außerdem halten wir es für notwendig, dass die Schüler und Schülerinnen Ansprechpartner an der Schule haben, die unabhängig vom Schulbetrieb sind. Eine enge Kooperation und Teamarbeit zwischen Lehrerkollegium und Schulsozialarbeit ist unabdingbar.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/3983

Erhöhung der den Schulen zur Verfügung stehenden Schulbudgets
Die Schulbudgets haben in der Vergangenheit mit der Entwicklung der Preise nicht Schritt gehalten, sondern waren im Gegenteil noch zusätzlich Sparverpflichtungen unterworfen. Die Entwicklung im Bereich Lernmittel z.B. durch Bildungsplanreformen, Fächerverbünden und einmalig nutzbaren  Arbeitsheften hat zur Folge, dass die gesetzlich garantierte Lernmittelfreiheit von den Schulen nicht mehr  ausreichend gewährleistet werden kann ohne dass an anderer Stelle empfindlich eingespart werden muss. Darüber hinaus trifft man häufig überaltertes Schulmobiliar und abgenutztes Schulmaterial sowie nicht zeitgemäße technische Ausstattung. Wir fordern, dass zunächst die derzeitigen Etats deutlich erhöht werden, um Mobiliar, Inventar und Lern- und Lehrmittel auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Weiterhin fordern wir, dass der Schuletat zukünftig in Höhe der jeweiligen amtlich festgestellten Inflationsrate automatisch erhöht wird. Bei der EDV-Ausstattung muss Ziel sein, mindestens den Landesdurchschnitt zu erreichen.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/5260

Energetische Schulhaussanierung
Es besteht die Gefahr, dass im Rahmen des Abbaus des Sanierungsstaus an den Schulen die dringend notwendige energetische Sanierung vernachlässigt wird. Es ist beispielsweise zu beobachten, dass ein undichtes Flachdach mit großem Aufwand und hoher Dämmung saniert wird – nicht jedoch die Fassade des Gebäudes gedämmt wird. So sind Folge-Bauschäden (Schimmelbildung) vorprogrammiert. Alle Schulen, bei denen größere Sanierungsmaßnahmen anstehen, sollten im Rahmen dieser Sanierung energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Eine energetische Schulhaussanierung aller Schulgebäude sollte bis 2017 abgeschlossen sein – ganz im Sinne der Ziele des Klimaschutzabkommens bis 2020.
Vorschlag von der Moderation aus dem Netz genommen, sinngemäß ähnlicher Vorschlag lautet:
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/3922

Aufstockung von pflegerischen Kräften an Sonderschulen für geistig und körperlich behinderte Kinder, aber auch
an Regelschulen, die behinderte Kinder aufnehmen
Wir halten es für dringend notwendig, dass sowohl an Sonderschulen als auch an entsprechenden Regelschulen mehr festes Personal angestellt wird (Krankenschwestern, Kinderpflegerinnen). Die anstehende Inklusion macht einen schrittweisen Ausbau in diesem Bereich dringend erforderlich.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/3987

Ganztagsschulen - Halbtagsschulen
Die vom Gemeinderat beschlossenen Standards für die Ganztagsschule müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden! Um eine echte Wahlfreiheit für die Eltern zwischen Halbtags- und Ganztagsschule zu gewährleisten, müssen die jeweiligen Möglichkeiten gleich gut verteilt sein, also kein Sparprogramm an den Halbtagsschulen zugunsten der Ganztagsschule sowie eine wohnortnahe Entscheidungsmöglichkeit zwischen den beiden Schulformen. Um der beruflichen Flexibilität der Eltern zu entsprechen muss auch für die Halbtagsschülerinnen und -schüler ein warmes Mittagessen angeboten werden. Auch die zusätzlich buchbaren Betreuungsstunden dürfen nicht bis 14.00 Uhr beschränkt werden, sondern müssen mindestens bis 16.00 Uhr ausgeweitet werden. Auch die Ferienbetreuung für die Halbtagsschülerinnen und –schüler muss auf dem aktuellen Niveau (Waldheime, Jugendfarmen, usw. ) erhalten bleiben. Die Eltern müssen auch weiterhin in allen Schularten in die Qualitätsentwicklung zwingend mit eingebunden werden. Es reicht dabei nicht, regelmäßige Feed-Back-Runden einzurichten, es muss eine konkrete Umsetzungsbereitschaft vorhanden sein. Der Ausbau von Ganztagsangeboten an weiterführenden Schulen darf nicht aus dem Auge verloren werden – auch für 10 bis 14jährige Kinder muss eine verlässliche Betreuung gewährleistet werden.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/5263

Schulsekretär/-innen / Verwaltungsassistent/-innen
Durch die Bonuscard-Regelung, Jugendbegleiter-Abrechnungen etc. sind die Schulsekretariate zusätzlich belastet. Wir fordern eine deutliche Aufstockung der Zuteilungszahlen für die Schulsekretariate. Zusätzlich muss jede Schule zur Entlastung der Schulleitung noch einen Verwaltungsassistenten/-in zugeteilt bekommen, um den erheblich gestiegenen Verwaltungsanforderungen des laufenden Betriebes gerecht zu werden.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/5269

Kostenfreie Nutzung des ÖPNV bei schulischen Veranstaltungen
Für Fahrten zu schulischen Veranstaltungen außerhalb der Schule wie z.B. zum Schwimmunterricht, dem literaturbegleitenden Theaterbesuch oder dem Museumsbesuch müssen von den Schülern Einzelfahrscheine gelöst werden müssen. Ein von den Schülern privat gekauftes Schüler-Monatsticket („Scool-Abo「) kann aufgrund der Nutzungsbedingungen nicht in allen Fällen genutzt werden. Die Prüfung im Einzelfall (wer besitzt ein solches Abo, wann und für wen ist es im gesamten Netz gültig) ist mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden.Wir fordern daher, dass Fahrten einer Schulklasse in Begleitung einer Lehrerin/eines Lehrers im öffentlichen Personennahverkehr zukünftig kostenfrei sind.
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/3988

Die Kürzung der Zuschüsse für Schulen in freier Trägerschaft muss zurückgenommen werden
Es darf nicht sein, dass staatliche und private Schulen gegeneinander ausgespielt werden.
Vorschlag von der Moderation aus dem Netz genommen, sinngemäß ähnlicher Vorschlag lautet:
www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/2984

Zusätzliches
Es gibt verschiedene Vorschläge in den Stadtbezirken, die sich mit den fehlenden Sporthallenkapazitäten befassen:
Für Feuerbach ist es der Vorschlag 3160, für Degerloch / Waldau ist es der Vorschlag 4560